Wie ich es (fast) geschafft habe, mich von einem Psychopathen zu trennen- Teil 1
Hallo, Ihr Lieben da draußen.
Ein heikles Thema. Mein heikles Thema. Ein Thema, auf das ich immer wieder von Betroffenen angesprochen werde.
"Wie schaffe ich es, mich von einem psychopathischen Partner zu trennen?"
Viele werden sich fragen, was ist genau ein Psychopath. Ist das nicht ein messerwetzender Kelleralbtraum, der schlägt, vergewaltigt oder mordet.
Mein Antwort: In den meisten Fällen nicht.
Unsere schlaue Busenfreundin Wikipedia weiß, wie meis,t eine Antwort darauf. Diese halte ich einführend für ganz brauchbar. Sie lautet:
Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei können sie sehr manipulativ sein, um ihre Ziele zu erreichen. Psychopathie geht mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass oft die Diagnose einer dissozialen oder antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.
(Wer sich über die Symptome nach Hare und über die Auswirkung im allgemeinen informieren möchte, empfehle ich folgende Seite: https://erkennepsychopathie.wordpress.com/ )
Könnte auch der/ die eklige narzisstische Mann / Frau im Büro nebenan sein, oder? Wo liegen da die Unterschiede. Ein maligner Narzisst nimmt die Zerstörung des Gegenübers billigend in Kauf, wenn es seiner eigenen Sache (der Glorifizierung und Erhöhung seines Ichs) dienlich ist. Es ist vielleicht ein Mittel zum Zweck.
Der Psychopath strebt hingegen die absolute Macht und die langhaltende Qual, später evtl. die Vernichtung des Gegenübers an.
Die Übergänge sind natürlich fließend. Und ich denke, die meisten Psychopathen sind auf Ihre perverse Art Narzissten.
Der Umkehrschluss kann jedoch nicht gezogen werden.
Wenn es sich doch um so ein offensichtliches Arschloch handelt, warum lässt man sich darauf ein?
Eine berechtigte Frage.
Und auch ich habe mich lange gequält, zu überlegen, was ich übersehen habe.
Mein Umfeld meinte im Nachgang- dieser Mann wäre zwar etwas verschroben gewesen- aber in seiner beruflichen Ausrichtung wäre das nicht unüblich. Aber keiner hegte einen Verdacht, dass etwas mit diesem Mann nicht stimmen könne. Erst später sahen die meisten, dass aus dem blanken Ei ein Biest geschlüpft ist.
Und das ist das Problem daran. Psychopathen, wie Narzissten, sind Meister der Schauspielkunst. Sie beobachten die Beute eingehend; studieren sie und finden heraus, wie sie punkten können. Was der Person gefällt, wie sie auf bestimmte Situationen reagiert und in welchen Bereichen sie eventuell bedürftig ist.
Eventuell mag der Psychopath, kurz PP genannt, auch das Gefühl, das die Beute in ihm auslöst.
Um klar zu stellen. Es geht um seine Gefühle, niemals um die des Partners. Deswegen ist er auch ein guter Beobachter, denn die Gefühle des anderen sind für ihn nicht gut lesbar, nur die Reaktionen.
Diese Fähigkeit ermöglicht dem PP für eine Zeit genau das zu sein, nach dem Du Dich gesehnt hat. Vielleicht fühlst Du Dich auf eine neue Art und Weise gesehen und geliebt. Und Du tust, was Du Dir vielleicht immer schon gewünscht hast. Du lässt los. Du vertraust bedingungslos, machst dich verletzbar, öffnest Dich und gibst diese Verletzlichkeit preis.
Zur gleichen Zeit wird der PP vermutlich zwei Sachen gleichzeitig anstreben oder daran "werkeln". Er wird dich von Deinem Umfeld langsam abtrennen- denn dies könnte später Deine Ressource sein, dich zu befreien und es könnte ein Spiegel der Normalität sein, von dem man sich in der Zukunft immer weiter entfernt. Gleichzeitig wird er versuchen, vermutlich erst mal auf eine subtile Art und Weise, Dir seine Sicht der Welt näherzubringen. Diese werden später das Maß aller Dinge sein. Auch erfährst Du langsam viel über seine zahlreichen Abneigungen- und im Nachhinein waren es meist die Menschen und Dinge, die Du sehr geliebt hast.
Im nächsten Schritt wird er auf sehr spezielle Art und Weise versuchen, Dich zu verunsichern. Über das was Du denkst, fühlst, Deine Freunde, Deine Vergangenheit, vielleicht sogar über Deine Kinder.
Er wird die Verunsicherung in dieser Phase so gestalten, dass Du diese deutlich spürst, aber dich damit an ihn wendest. Wenn diese Phase etabliert ist, wird der PP vermutlich Tempo aufnehmen.
Es dauert nicht lange, da gibt nicht nur die kleinen Streitigkeiten oder den Ärger im Paradies. Da kommen die ersten Schockerlebnisse.
Es folgen Angriffe auf den Partner. Diese kommen mit so einer Heftigkeit und Unangemessenheit so unvorbereitet, dass man regelrecht unter Schock steht. Dabei spielt die Kommunikation eine besondere Rolle. Die Kommunikation des PP weist eine sehr spezielle Signatur auf. Von manchen Autoren wird sie als pervers benannt. Und sie ist es auch. Sie ist so gestaltet, daß die den Partner sprachlos macht, handlungsunfähig.
Auch mir ging es so, dass ich lang nicht benennen konnte, was so herabwürdigend war. Jedenfalls war diese Art von perverser Kommunikation so eingefädelt, dass es mich in eine schwierige Situation brachte, die mich hilflos, traurig, wütend machte. Und dies war nun die neue Vorlage meine Ex-PP zu rechtfertigen, was er bereits getan hat oder tun würde.
In meinem Fall schnappte die Falle ein paar Tage nach der Hochzeit zu und meine Schonzeit war sehr schnell aus. Es kamen jegliche Formen der Entwürdigungen, ausser Schläge. Diese Form der Quälerei wäre ihm zu kurzweilig gewesen. Ich war monatelang fassungslos, was und wie das geschehen konnte. Versuchte immer alles zu richten, zu klären, wieder dorthin zu kommen wo es sich so gut angefühlt hatte. Aber das war nicht möglich. Denn es war nur mein Ziel. Egal ob ich dieses oder jenes gemacht habe. Es führte zu weiteren "Bestrafungen" und alles, aber wirklich alles was ich tat, machte den Zustand schlimmer.
Ich kann die Entwicklung im Nachhin nur schlecht rekonstruieren. Aber von einer einstmals anpackenden selbstbewußten, optimistischen Frau war nix mehr übrig. Ich weinte jeden Tag über Stunden; hatte Angst, dass er ging, hatte Angst, dass er blieb. Ich fühlte mich wie ausgeliefert und war mittlerweile unfähig, mich selber zu befreien. Mitunter bestraft er mich, in dem er mit dem gemeinsamen Kind, dass noch sehr klein war, über Tage verschwand und begründete es, dass ich für sie beide eine Zumutung wäre. Dieser Zustand verstärkte eine andauernde Panik, ohne subjektive Fähigkeit, zu handeln- über eine gefühlte Ewigkeit. Zwischendrin streute er immer wieder den Samen der Hoffnung, um mich dann doch erneut zu demütigen.
Ich hatte keinen echten Lebenswillen mehr und hätte ich die Kinder nicht gehabt, weiß ich nicht, ob ich überlebt hätte. Mittlerweile hatte ich ja neben dem Kind, das in die Ehe mitgebracht hatte, nun auch noch ein gemeinsames.
Ich war nur noch weidwund und wußte keinen Ausweg mehr.
Eines Tages drohte er, mir das Kind wegzunehmen, wenn ich nicht in eine Klinik gehen würde.
Und so fand mich eine alte Freundin vor- die kaum glauben konnte, was sie vor sich sah.
Ein heikles Thema. Mein heikles Thema. Ein Thema, auf das ich immer wieder von Betroffenen angesprochen werde.
"Wie schaffe ich es, mich von einem psychopathischen Partner zu trennen?"
Viele werden sich fragen, was ist genau ein Psychopath. Ist das nicht ein messerwetzender Kelleralbtraum, der schlägt, vergewaltigt oder mordet.
Mein Antwort: In den meisten Fällen nicht.
Unsere schlaue Busenfreundin Wikipedia weiß, wie meis,t eine Antwort darauf. Diese halte ich einführend für ganz brauchbar. Sie lautet:
Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei können sie sehr manipulativ sein, um ihre Ziele zu erreichen. Psychopathie geht mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass oft die Diagnose einer dissozialen oder antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.
(Wer sich über die Symptome nach Hare und über die Auswirkung im allgemeinen informieren möchte, empfehle ich folgende Seite: https://erkennepsychopathie.wordpress.com/ )
Könnte auch der/ die eklige narzisstische Mann / Frau im Büro nebenan sein, oder? Wo liegen da die Unterschiede. Ein maligner Narzisst nimmt die Zerstörung des Gegenübers billigend in Kauf, wenn es seiner eigenen Sache (der Glorifizierung und Erhöhung seines Ichs) dienlich ist. Es ist vielleicht ein Mittel zum Zweck.
Der Psychopath strebt hingegen die absolute Macht und die langhaltende Qual, später evtl. die Vernichtung des Gegenübers an.
Die Übergänge sind natürlich fließend. Und ich denke, die meisten Psychopathen sind auf Ihre perverse Art Narzissten.
Der Umkehrschluss kann jedoch nicht gezogen werden.
Wenn es sich doch um so ein offensichtliches Arschloch handelt, warum lässt man sich darauf ein?
Eine berechtigte Frage.
Und auch ich habe mich lange gequält, zu überlegen, was ich übersehen habe.
Mein Umfeld meinte im Nachgang- dieser Mann wäre zwar etwas verschroben gewesen- aber in seiner beruflichen Ausrichtung wäre das nicht unüblich. Aber keiner hegte einen Verdacht, dass etwas mit diesem Mann nicht stimmen könne. Erst später sahen die meisten, dass aus dem blanken Ei ein Biest geschlüpft ist.
Und das ist das Problem daran. Psychopathen, wie Narzissten, sind Meister der Schauspielkunst. Sie beobachten die Beute eingehend; studieren sie und finden heraus, wie sie punkten können. Was der Person gefällt, wie sie auf bestimmte Situationen reagiert und in welchen Bereichen sie eventuell bedürftig ist.
Eventuell mag der Psychopath, kurz PP genannt, auch das Gefühl, das die Beute in ihm auslöst.
Um klar zu stellen. Es geht um seine Gefühle, niemals um die des Partners. Deswegen ist er auch ein guter Beobachter, denn die Gefühle des anderen sind für ihn nicht gut lesbar, nur die Reaktionen.
Diese Fähigkeit ermöglicht dem PP für eine Zeit genau das zu sein, nach dem Du Dich gesehnt hat. Vielleicht fühlst Du Dich auf eine neue Art und Weise gesehen und geliebt. Und Du tust, was Du Dir vielleicht immer schon gewünscht hast. Du lässt los. Du vertraust bedingungslos, machst dich verletzbar, öffnest Dich und gibst diese Verletzlichkeit preis.
Zur gleichen Zeit wird der PP vermutlich zwei Sachen gleichzeitig anstreben oder daran "werkeln". Er wird dich von Deinem Umfeld langsam abtrennen- denn dies könnte später Deine Ressource sein, dich zu befreien und es könnte ein Spiegel der Normalität sein, von dem man sich in der Zukunft immer weiter entfernt. Gleichzeitig wird er versuchen, vermutlich erst mal auf eine subtile Art und Weise, Dir seine Sicht der Welt näherzubringen. Diese werden später das Maß aller Dinge sein. Auch erfährst Du langsam viel über seine zahlreichen Abneigungen- und im Nachhinein waren es meist die Menschen und Dinge, die Du sehr geliebt hast.
Im nächsten Schritt wird er auf sehr spezielle Art und Weise versuchen, Dich zu verunsichern. Über das was Du denkst, fühlst, Deine Freunde, Deine Vergangenheit, vielleicht sogar über Deine Kinder.
Er wird die Verunsicherung in dieser Phase so gestalten, dass Du diese deutlich spürst, aber dich damit an ihn wendest. Wenn diese Phase etabliert ist, wird der PP vermutlich Tempo aufnehmen.
Es dauert nicht lange, da gibt nicht nur die kleinen Streitigkeiten oder den Ärger im Paradies. Da kommen die ersten Schockerlebnisse.
Es folgen Angriffe auf den Partner. Diese kommen mit so einer Heftigkeit und Unangemessenheit so unvorbereitet, dass man regelrecht unter Schock steht. Dabei spielt die Kommunikation eine besondere Rolle. Die Kommunikation des PP weist eine sehr spezielle Signatur auf. Von manchen Autoren wird sie als pervers benannt. Und sie ist es auch. Sie ist so gestaltet, daß die den Partner sprachlos macht, handlungsunfähig.
Auch mir ging es so, dass ich lang nicht benennen konnte, was so herabwürdigend war. Jedenfalls war diese Art von perverser Kommunikation so eingefädelt, dass es mich in eine schwierige Situation brachte, die mich hilflos, traurig, wütend machte. Und dies war nun die neue Vorlage meine Ex-PP zu rechtfertigen, was er bereits getan hat oder tun würde.
In meinem Fall schnappte die Falle ein paar Tage nach der Hochzeit zu und meine Schonzeit war sehr schnell aus. Es kamen jegliche Formen der Entwürdigungen, ausser Schläge. Diese Form der Quälerei wäre ihm zu kurzweilig gewesen. Ich war monatelang fassungslos, was und wie das geschehen konnte. Versuchte immer alles zu richten, zu klären, wieder dorthin zu kommen wo es sich so gut angefühlt hatte. Aber das war nicht möglich. Denn es war nur mein Ziel. Egal ob ich dieses oder jenes gemacht habe. Es führte zu weiteren "Bestrafungen" und alles, aber wirklich alles was ich tat, machte den Zustand schlimmer.
Ich kann die Entwicklung im Nachhin nur schlecht rekonstruieren. Aber von einer einstmals anpackenden selbstbewußten, optimistischen Frau war nix mehr übrig. Ich weinte jeden Tag über Stunden; hatte Angst, dass er ging, hatte Angst, dass er blieb. Ich fühlte mich wie ausgeliefert und war mittlerweile unfähig, mich selber zu befreien. Mitunter bestraft er mich, in dem er mit dem gemeinsamen Kind, dass noch sehr klein war, über Tage verschwand und begründete es, dass ich für sie beide eine Zumutung wäre. Dieser Zustand verstärkte eine andauernde Panik, ohne subjektive Fähigkeit, zu handeln- über eine gefühlte Ewigkeit. Zwischendrin streute er immer wieder den Samen der Hoffnung, um mich dann doch erneut zu demütigen.
Ich hatte keinen echten Lebenswillen mehr und hätte ich die Kinder nicht gehabt, weiß ich nicht, ob ich überlebt hätte. Mittlerweile hatte ich ja neben dem Kind, das in die Ehe mitgebracht hatte, nun auch noch ein gemeinsames.
Ich war nur noch weidwund und wußte keinen Ausweg mehr.
Eines Tages drohte er, mir das Kind wegzunehmen, wenn ich nicht in eine Klinik gehen würde.
Und so fand mich eine alte Freundin vor- die kaum glauben konnte, was sie vor sich sah.
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